Monday, February 16, 2015

Frühlingsduft in der Luft


Heute habe ich mal das Reimemonster ausgepackt, denn ich bin äußerst entzückt! Warum? Na, der Frühling ist bald da! - Woher ich das weiß? Ich kann ihn förmlich riechen! Die Temperaturen spielen zwar leider noch nicht mit, aber mit meinen Ballerinas gehe ich bereits jetzt erste zarte Schritte in die wärmere Richtung - noch mit Wollsocken, but still...




What I Was Wearing

Down Coat - via TK Maxx (similar here or here)
Bag - Vintage via Kleiderkreisel (similar here)
Mom Jeans - H&M
Ballet Flats - Bally
Wool Socks - Ernsting's Family

Sunday, February 8, 2015

That 70s Look


Ich liebe nicht nur zweifelsfrei bunte Kostümierungen, sondern kleide mich auch gerne nach Dekaden. Mein Favorit waren hier schon immer die wilden Siebziger mit ihrer unkonventionellen Ader. Mein Schrank ist ein bunter Mix aus Wallekleidchen, Fransen, Tuniken und viel, viel Secondhand, der in der damaligen Zeit salonfähig wurde. Bis vor circa zwei Jahren besaß ich auch mehrere Schlaghosen, die ich nach dem Breakthrough der Röhrenjeans eiskalt weiter trug. Im Jahr 2012 benötigte ich jedoch etwas Geld (als Student ist man ja immer knapp), mistete ordentlich aus und verkaufte wie blöd bei Kleiderkreisel. Ich entschied mich dazu, die Schlaghosen ebenfalls zu verkaufen, weil seit 2007 oder 2008 keiner außer mir mehr darin gesehen wurde und ich auch nicht sooo behind fashion sein wollte. Was für ein Trugschluss! Ein weiteres Mal habe ich schmerzhaft lernen müssen, dass alle Trends wiederkommen, denn was wir im September vergangenen Jahres auf den Fashion Weeks zu sehen bekamen, strotzte nur so vor 70s Charme und Leichtigkeit. Wallekleidchen, Fransen, Tuniken und Schlaghosen soweit das Auge reichte! Besonders im Gedächtnis haften geblieben, ist mir die allerletzte Kollektion von Frida Giannini für Gucci mit ihren obercoolen hochgekrempelten Flared Pants und die wallenden Gewänder von Emilio Pucci mit exotischen Stickereien. Ich rieche, dass dies ein Modefrühling sein wird, dessen Zauber ich mich nur schwer entziehen kann und dank TK Maxx ist vor kurzem dann doch wieder eine Schlaghose bei mir eingezogen, die ich direkt guccimäßig hochkrempelte und für gut befunden habe. Der Frühling kann also wirklich kommen!





Runway pictures taken from style.com

What I Was Wearing

Jumper - H&M Trend (similar here and here)
Flared Pants - Mustang Jeans via TK Maxx
Boots - Zalando Collection

Auch runtergekrempelt gefällt mir die Hose!

Tuesday, February 3, 2015

Lustig, ungehobelt und geistreich: der Harlekin


Bald beginnt sie wieder, die lustige Narren- und Jeckenzeit... 'Sehr leider' kann ich aber nicht gerade behaupten, dass ich ein Fan dieses kunterbunten Treibens bin, obwohl ich mich bisweilen doch ganz gerne verkleide. "I dress in characters", sagt die ebenfalls paradiesvogelhafte Natalie Joos (The Cut, Min: 0:46), und trifft den Nagel auf den Kopf. So geht es mir auch oft. Früher wollte ich immer Schauspielerin werden, habe sogar eine Aufnahmeprüfung an der Folkwang Schule in Essen gemacht. Daher mein Hang zum Kostüm? Das heutige ist ein Harlekin.
    Der Harlekin ist ein lustiger und kluger Gesell und der bekannteste Charakter der Commedia dell'arte. Laut Wikipedia hat er "eine agile und flexible Natur von ausgelassener Lustigkeit. Auch wenn er gelegentlich ungehobelt wirkt, ist er geistreich und schlagfertig". Das gefällt mir, mit ihm würde es wohl nie langweilig werden.
    Wichtigster Bestandteil meiner Verkleidung sind zwei Sachen, die auch noch aus Eigenproduktion stammen. Meine Mama hat sie gestrickt und mir vor ca. zwei Jahren geschenkt. Sie sah wohl schon damals den Harlekin in mir und war zudem auch noch höchst Fashion Forward, denn die Kostümierung besteht aus einem traumhaften Loopschal mit Fransen und einem kuscheligen Miniponcho, den man ganz geschickt über seine Jacke ziehen kann. So bleibt man im Winter schön warm. Untenrum ließ ich mich von Leandra Medine inspirieren, die letztens für Strandtaschen im Winter plädierte. Eine Strandtasche besitze ich zwar nicht, aber bei dem grauen Wetter da draußen wollte ich mich dem Plädoyer trotzdem anschließen und schlüpfte zackig in meine mädchenhaften Espadrilles vom letzten Sommer. Warm bleiben die Füße dank kuschelig-weicher Wollsocken.
    Die Menschen auf der Straße hielten mich zweifelsfrei für einen lustigen Sonderling... Mission Accomplished! 





What I Was Wearing

Scarf - Mommy made it!
Poncho - Mommy made it!
Coat - Bershka 
Pants - H&M
Espadrille - H&M / similar here, here, here and here
Bag - Vintage via Kleiderkreisel

Wednesday, January 28, 2015

Der verschmähte Klassiker? Vans Slip-On


Angeregt durch den Artikel "Tuesday Shoesday: A Case for Vans" von Charlotte Fassler auf The Man Repeller gestern, unternahm ich heute morgen eine kleine Recherche, denn Fassler schrieb: "Around this time last year it seemed one in every five girls sported a pair of Stan Smiths. In the preceding year you couldn’t walk three steps without spotting Nike Frees. New Balance kicks shined too. Vans, however, slipped under the “It” moniker of the other fashion-canonized sneakers, and as of yet they haven’t had their trending moment." Im ersten Moment dachte ich: "Na so ganz stimmt das ja wohl nicht, gerade die Slip-Ons sind doch ÜBERALL!", dann aber hielt ich inne. Dem Slip-On-Trend kann man sich zwar seit gefühlten zwei Jahren nicht entziehen, aber in den seltensten Fällen tragen die modebloggenden Mädels und Streetstyle-Stars tatsächlich das Original von Vans. Gerade in Deutschland scheint der Schuh verschmäht zu sein, denn der fast ausnahmslos einzige Blog, wo mir der Slip-On in Outfitbildern begegnet ist, war This is Jane Wayne. Nike trägt sie ganz lässig und schick zugleich zur blauen Bluse und Chinos.
    Wie kann diese Verschmähung aber sein, wo doch der stylische und bequeme Slipper eines der Aushängeschilder des kalifornischen Unternehmens ist? In der Pubertät kam fast keiner, egal ob Junge, Mädchen, Skater, Emo oder Punk, an meiner Schule ohne ein Paar Slip-Ons von Vans aus und auch ich besaß das Modell Checkerboard mit plakativen Kirschen. Charlotte Fassler schreibt dazu: "Maybe that’s because Vans never went anywhere to merit the need for a comeback. When Phoebe Philo stepped out to take her bow in a pair of Air Max 90s, she fed right into our 90s nostalgia  Remember those shoes? — and we craved their return in that moment. Vans, however, have long remained a solid staple; they’re comfortable, cheap, durable, easy to wear. And so low-key they’ve been cruising under the radar". Allerdings muss ich hier anmerken, dass, als Phoebe Philo ihre Furkenstocks für Céline präsentierte, wir alle wie verrückt zum Original von Birkenstock griffen. Wieso greifen ausgerechnet bei den übercoolen Slip-Ons aber die meisten lieber zu Billigmodellen von H&M oder Primark, anstatt zum Original? Ganz verstehen muss ich das nicht, denn hier bin ich ganz bei Fassler und denke, dass Vans einfach immer gehen. Man ist mit ihnen stets zeitlos, allein deshalb lohnt sich die Anschaffung. Dank Kilian Kerner, der seine Models im klassischen schwarzen Modell über den Berliner Laufsteg vor einer Woche schickte, schaffen es die originalen Slip-Ons, die Vans schon vor mehreren Dekaden auf den Markt brachte, aber vielleicht doch ins Bewusstsein der deutschen Modemädchen. We will see. Ich trage auf jeden Fall schon seit glücklichen neun Jahren Vans und dieses Frühjahr findet bestimmt das ikonische Modell Checkerboard ohne plakative Kirschen seinen Weg in meinen Schuhschrank.  

Kilian Kerner, Fall/Winter 2015/2016

Pictures from elle.de

Pictures from Le Fashion

Monday, January 26, 2015

Put on Your Dancing Shoes


Im September vergangenen Jahres schrieb ich ein Plädoyer fürs Tanzen, da Phoebe Philo, ihres Zeichens Chefdesignerin von Céline, gerade ihre Kollektion für das Frühjahr 2015 in Paris zeigte und ihre Models in zauberschönen Tanzschläppchen über den Laufsteg schickte. Ich war sofort begeistert, denn Tanzen ist für mich, neben Mode bien sur, mein halbes Leben. Noch im Kindergartenalter begann ich mit Ballett und im fortgeschrittenen Teenageralter setzte ich, nach Horizont erweiternden Stationen im Leichtathletik und Fußball, meine tänzerische Karriere mit Standard und Latein fort. Bis zum Abitur lebte ich quasi in dieser Tanzschule, ging hocherfreut zur freitäglichen Tanzstunde, am Wochenende zur sogenannten Tanzparty und alle paar Wochen zum stets populären Abschlussball der Anfängerkurse. Nach dem Schulabschluss stoppte ich meine Laufbahn, denn ich strebte eine kurzzeitige Karriere als Supernanny in den USA an, das Tanzbein ruhte aber keineswegs. Hip Hop it is, lautete die Devise. Im September 2010, mit Beginn meines Studiums, wurden die Tanzschuhe aber erstmal tatsächlich an den Nagel gehängt und erst im August 2014 wieder angezogen. Ich konnte meinen Schatz endlich dazu bewegen, mit mir einen Salsa-Kurs zu machen, den Tanz den ich immer liebte, aber nie die Möglichkeit hatte, zu lernen. Seit fünf Monaten tanzen wir nun begeistert und hocherfreut und hüpfen meistens beschwingt nach Hause. Meistens, weil es beim Partnertanz unglaublich schwierig ist, sich auf den Partner einzulassen und als Frau die Kontrolle abzugeben, denn beim Paartanz gilt, der Mann ist der Maler und die Frau das Bild, bzw. der Mann macht, dass die Frau schön tanzt. Für eine sturköpfige Frau wie mich, mit eigenen Ideen und Vorstellungen, nicht ganz einfach. Vielleicht als kleine Provokation, aber auch, weil ich es liebe, mit den Aspekten beider Geschlechter zu spielen, zog ich zur letzten Salsa-Stunde meine kürzlich erstandenen Brogues von Gero Mure an. Darin ließ es sich, trotz Kontrollverlust, vorzüglichst tanzen! 





What I Was Wearing

Beanie - Cos (similar)
Parka - Ernsting's Family (last seen here; similar)
Scarf - TK Maxx (last seen here; similar)
Bag - Vintage via Kleiderkreisel (similar)
Gloves - H&M (last seen here; similar)
Denim Pants - H&M (last seen here; similar)
Brogues - Gero Mure (last seen here; similar)

Friday, January 23, 2015

"Der Münsterländer und das Wort, das ist wie Mann und Frau"


Exponentiell viele Blogger kommen aus der lebenswerten Stadt Münster und auch ich bin eigentlich ein waschechtes Münsterländergewächs - geboren und aufgewachsen in Dülmen, Stadt der Wildpferde. Laut der Welt dürfte es aber all diese nordwestlichen Schreiberlinge wohl gar nicht geben. Sie verfasste nämlich anlässlich des 60. Geburtstags von Nordrhein-Westfalen im Jahr 2006 eine höchst amüsante Typisierung der hiesigen Menschen und gemäß diesen Artikels werden "sogar den Münsterländern manchmal die Sprechpausen in ihren Dialogen zu groß. Dann sagt einer der beiden sich anschweigenden Münsterländer: 'Dann hör' ich's ja wohl.' Meistens hört er darauf aber nichts oder allenfalls ein knappes 'hm' oder ein 'hä'. Manchmal auch 'dä'. Und das kann alles heißen. Kurzum: 'Der Münsterländer und das Wort, das ist wie Mann und Frau - es geht nicht', wie der Kabarettist Augustin Upmann sagt. In der Metropole Münster selbst sind die ländlichen Sprachbrocken nach städtischer Manier verfeinert worden, dort hört statt 'hä' das berühmte 'Ne' oder auch 'Ja! Ne?'." Wenn ich das so lese, muss ich unweigerlich an ein recht aufbrausendes und gleichzeitig schweigsames Telefonat mit meiner Mama denken, während dem wir beide verschiedene Sachen in den falschen Hals bekamen. Irgendwann sagten wir einfach gar nichts mehr, bis meine Mama die Stille mit einem "Na dann hör' ich's ja wohl" durchbrach und ich das Telefonat mit einem "Hm Hm" quasi beendete.
    An der Eloquenz kann man den Erfolg der Münsteraner Blogger also wohl nicht festmachen. Woran liegt es aber dann? "Die Menschen in Westfalen gelten als bodenständig, ruhig und strebsam. Sie stehen in dem Ruf, diese Eigenschaften gelegentlich zu einer gewissen Sturheit ausarten zu lassen", schreibt ein Umzug-Ratgeber auf dem Portal markt.de. Durch Strebsamkeit und Sturheit ist man eben schon oft ans Ziel gekommen. In meinem Fall zum Beispiel nach Istanbul. So schnell lässt sich der Münsterländer nicht abwimmeln, denn er weiß oft ziemlich genau, wo er hin möchte und kämpft für seine Ziele. Macht er Eloquenz also dadurch wett? Bestimmt. Bestimmt aber auch durch seinen stets trockenen Humor :-D.
    Bei einem weihnachtlichen Spaziergang durch den wunderschönen Dülmener Wildpark wurde ich übrigens von meiner zauberhaften Mama und meiner ebenfalls zauberhaften Schwester Tiziana begleitet.





Mama Was Wearing

Beanie - H&M (similar)
Boots - The North Face (similar here)


Tiziana Was Wearing

Jacket - New Yorker
Pants - Topshop
Boots - Deichmann (similar)
Bag - Cowboysbag (similar here and here)

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I Was Wearing

Down Coat - TK Maxx (similar)
Pants - H&M
Boots - Zalando Collection (similar)
Bag - Bull&Hunt