Sunday, June 21, 2015

İstanbul: aşkım benim


Wie die meisten von euch wissen, bin ich äußerst turkophil veranlagt und unsterblich in die heimliche, türkische Hauptstadt İstanbul verliebt. Wobei das Gefühl des Verliebtseins sicherlich eine Unterschlagung ist, denn meine Gefühle für die Stadt zwischen Orient und Okzident, gelegen am sagenumwobenen Bosporus, sind mit Worten nicht zu beschreiben. Ich stehe förmlich in Flammen, wenn ich nur an sie denke... An dieser Stelle könnt ihr euch vermutlich bildlich ausmalen, wie meine Gefühle überschwappen, wenn ich dort bin und mein Herz bei der Abreise blutet. In İstanbul geht es mir einfach immer gut. Ich bin leicht und beschwingt und nehme das Leben nicht zu ernst. Schon oft hatte ich das Gefühl, im falschen Land geboren worden zu sein... Aus diesem Grund ging es vor kurzem wieder für ein paar Tage in meine türkische Heimatstadt, um die Batterien neu aufzuladen, den einzigartigen Duft einzuatmen und um mich endlich wieder eins zu fühlen - eins mit İstanbul. Seni çok, çok seviyorum! Böyle bir harika zaman için teşekkür ederim.
Mit ein paar Instagram-Impressionen wünsche ich euch einen wunderbaren Sonntagabend!


Je öfter ich in İstanbul bin, desto öfter versuche ich eigentlich die İstiklal zu meiden, da sie mich aufgrund der Menschenmassen unglaublich stresst. Nichtsdestotrotz macht sie sich auf Fotos immer gut und ist ein obligatorisches Must-See für jeden İstanbul-Reisenden.


Hmmm, heiße Maroni!



Ist der Galataturm bei Nacht nicht einfach wunderschön? Wusstet ihr übrigens, dass ihr den teuren Eintritt umgehen und vom Galata Konak Café einen ebenso fabelhaften Blick genießen könnt?


Sollte ich irgendwann noch einmal die Ehre haben, in İstanbul wohnen zu dürfen, werde ich dies sicher in Cihangir tun. Eines der hippsten Viertel der Stadt, mit tollen Cafés und Adressen zum Vintage-Shopping! Guckt und staunt beim Treiben durch die kleinen Gassen und genießt im Van Kahvaltı Evi eines der besten türkischen Frühstücke der Stadt! Me Gusta!





Unweit von Hagia Sophia und Zisterne - MUST-SEE - könnt ihr diese pittoresken Häuschen entdecken. 



Der europäische Teil İstanbuls ist natürlich schon aufregend genug, aber ein Abstecher nach Kadıköy lohnt sich immer! Nehmt dazu einfach die Fähre, bzw. das Vapur, oder - für Mutige - den Marmaray. 



Da es diesmal sehr heiß war, haben wir uns ein kleines, kostspieliges Vergnügen gegönnt - ein Tag am Pool im Suada Club.  Der Eintritt liegt zwar bei 90 TL inklusive Handtücher, aber wer kann schon von sich behaupten, mitten im Bosporus gechillt zu haben?




Görüşürüz İstanbul


Back home... to be continued!

Für Erasmus-Interessierte geht es hier zum meinem Erfahrungsbericht!

Saturday, May 16, 2015

It's been a long time...


Ach du Schreck! Gerade habe ich nachgesehen: mein letzter Post ist doch tatsächlich ganze drei Monate her. Wie konnte nur eine so lange Zeit vergehen, ohne ein Lebenszeichen meinerseits? Nun, ich durfte in den letzten drei Monaten Arbeitsluft schnuppern und ein ganz tolles Praktikum im Social Media Bereich eines großen Modeunternehmens in Mannheim absolvieren. Zu meinen täglichen Aufgaben zählte alles, was ich bisher eher auf privater Ebene machte - facebooken, instgramen und bloggen, bloggen, bloggen. Untergetaucht bin ich also keineswegs, ich habe meiner Kreativität lediglich an anderer Stelle frönen dürfen - nämlich hier und hier.
Obwohl mein eigener Blog durch das Praktikum leider etwas zu kurz gekommen ist, bin ich unglaublich dankbar für die Chance und die Erfahrungen die ich sammeln durfte und weiß jetzt viel mehr als vorher, dass ich im Mode- / Onlinebereich / e-Commerce richtig bin und freue mich darauf zukünftig weitere Schritte in diese Richtung zu gehen. Zudem habe ich unglaublich viel über unsere virtuelle Blogosphäre gelernt und bin mit neuer Energie und Know-How zurück. Ich freue mich diesbezüglich auf 'about fringe and buttercups' ein neues Kapitel aufzuschlagen und nun endlich den Drive gefunden zu haben, Dinge, die mich seit geraumer Zeit stören, zu ändern und nach meinem Geschmack umzugestalten. Schon in kurzer Zeit werde ich mit neuen Ideen, frischem Input und unkonventionellen Outfits zurückkehren.
Vielen Dank an euch alle, die in der letzten Zeit an mich gedacht und mit ihren Kommentaren ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert haben!

Eure Belinda

What I Was Wearing

Scarf - Esprit
Sweater - COS (similar)
Pants - H&M
Bag - Kleiderkreisel
Flats - Unisa

Monday, February 16, 2015

Frühlingsduft in der Luft


Heute habe ich mal das Reimemonster ausgepackt, denn ich bin äußerst entzückt! Warum? Na, der Frühling ist bald da! - Woher ich das weiß? Ich kann ihn förmlich riechen! Die Temperaturen spielen zwar leider noch nicht mit, aber mit meinen Ballerinas gehe ich bereits jetzt erste zarte Schritte in die wärmere Richtung - noch mit Wollsocken, but still...




What I Was Wearing

Down Coat - via TK Maxx (similar here or here)
Bag - Vintage via Kleiderkreisel (similar here)
Mom Jeans - H&M
Ballet Flats - Bally
Wool Socks - Ernsting's Family

Sunday, February 8, 2015

That 70s Look


Ich liebe nicht nur zweifelsfrei bunte Kostümierungen, sondern kleide mich auch gerne nach Dekaden. Mein Favorit waren hier schon immer die wilden Siebziger mit ihrer unkonventionellen Ader. Mein Schrank ist ein bunter Mix aus Wallekleidchen, Fransen, Tuniken und viel, viel Secondhand, der in der damaligen Zeit salonfähig wurde. Bis vor circa zwei Jahren besaß ich auch mehrere Schlaghosen, die ich nach dem Breakthrough der Röhrenjeans eiskalt weiter trug. Im Jahr 2012 benötigte ich jedoch etwas Geld (als Student ist man ja immer knapp), mistete ordentlich aus und verkaufte wie blöd bei Kleiderkreisel. Ich entschied mich dazu, die Schlaghosen ebenfalls zu verkaufen, weil seit 2007 oder 2008 keiner außer mir mehr darin gesehen wurde und ich auch nicht sooo behind fashion sein wollte. Was für ein Trugschluss! Ein weiteres Mal habe ich schmerzhaft lernen müssen, dass alle Trends wiederkommen, denn was wir im September vergangenen Jahres auf den Fashion Weeks zu sehen bekamen, strotzte nur so vor 70s Charme und Leichtigkeit. Wallekleidchen, Fransen, Tuniken und Schlaghosen soweit das Auge reichte! Besonders im Gedächtnis haften geblieben, ist mir die allerletzte Kollektion von Frida Giannini für Gucci mit ihren obercoolen hochgekrempelten Flared Pants und die wallenden Gewänder von Emilio Pucci mit exotischen Stickereien. Ich rieche, dass dies ein Modefrühling sein wird, dessen Zauber ich mich nur schwer entziehen kann und dank TK Maxx ist vor kurzem dann doch wieder eine Schlaghose bei mir eingezogen, die ich direkt guccimäßig hochkrempelte und für gut befunden habe. Der Frühling kann also wirklich kommen!





Runway pictures taken from style.com

What I Was Wearing

Jumper - H&M Trend (similar here and here)
Flared Pants - Mustang Jeans via TK Maxx
Boots - Zalando Collection

Auch runtergekrempelt gefällt mir die Hose!

Tuesday, February 3, 2015

Lustig, ungehobelt und geistreich: der Harlekin


Bald beginnt sie wieder, die lustige Narren- und Jeckenzeit... 'Sehr leider' kann ich aber nicht gerade behaupten, dass ich ein Fan dieses kunterbunten Treibens bin, obwohl ich mich bisweilen doch ganz gerne verkleide. "I dress in characters", sagt die ebenfalls paradiesvogelhafte Natalie Joos (The Cut, Min: 0:46), und trifft den Nagel auf den Kopf. So geht es mir auch oft. Früher wollte ich immer Schauspielerin werden, habe sogar eine Aufnahmeprüfung an der Folkwang Schule in Essen gemacht. Daher mein Hang zum Kostüm? Das heutige ist ein Harlekin.
    Der Harlekin ist ein lustiger und kluger Gesell und der bekannteste Charakter der Commedia dell'arte. Laut Wikipedia hat er "eine agile und flexible Natur von ausgelassener Lustigkeit. Auch wenn er gelegentlich ungehobelt wirkt, ist er geistreich und schlagfertig". Das gefällt mir, mit ihm würde es wohl nie langweilig werden.
    Wichtigster Bestandteil meiner Verkleidung sind zwei Sachen, die auch noch aus Eigenproduktion stammen. Meine Mama hat sie gestrickt und mir vor ca. zwei Jahren geschenkt. Sie sah wohl schon damals den Harlekin in mir und war zudem auch noch höchst Fashion Forward, denn die Kostümierung besteht aus einem traumhaften Loopschal mit Fransen und einem kuscheligen Miniponcho, den man ganz geschickt über seine Jacke ziehen kann. So bleibt man im Winter schön warm. Untenrum ließ ich mich von Leandra Medine inspirieren, die letztens für Strandtaschen im Winter plädierte. Eine Strandtasche besitze ich zwar nicht, aber bei dem grauen Wetter da draußen wollte ich mich dem Plädoyer trotzdem anschließen und schlüpfte zackig in meine mädchenhaften Espadrilles vom letzten Sommer. Warm bleiben die Füße dank kuschelig-weicher Wollsocken.
    Die Menschen auf der Straße hielten mich zweifelsfrei für einen lustigen Sonderling... Mission Accomplished! 





What I Was Wearing

Scarf - Mommy made it!
Poncho - Mommy made it!
Coat - Bershka 
Pants - H&M
Espadrille - H&M / similar here, here, here and here
Bag - Vintage via Kleiderkreisel

Wednesday, January 28, 2015

Der verschmähte Klassiker? Vans Slip-On


Angeregt durch den Artikel "Tuesday Shoesday: A Case for Vans" von Charlotte Fassler auf The Man Repeller gestern, unternahm ich heute morgen eine kleine Recherche, denn Fassler schrieb: "Around this time last year it seemed one in every five girls sported a pair of Stan Smiths. In the preceding year you couldn’t walk three steps without spotting Nike Frees. New Balance kicks shined too. Vans, however, slipped under the “It” moniker of the other fashion-canonized sneakers, and as of yet they haven’t had their trending moment." Im ersten Moment dachte ich: "Na so ganz stimmt das ja wohl nicht, gerade die Slip-Ons sind doch ÜBERALL!", dann aber hielt ich inne. Dem Slip-On-Trend kann man sich zwar seit gefühlten zwei Jahren nicht entziehen, aber in den seltensten Fällen tragen die modebloggenden Mädels und Streetstyle-Stars tatsächlich das Original von Vans. Gerade in Deutschland scheint der Schuh verschmäht zu sein, denn der fast ausnahmslos einzige Blog, wo mir der Slip-On in Outfitbildern begegnet ist, war This is Jane Wayne. Nike trägt sie ganz lässig und schick zugleich zur blauen Bluse und Chinos.
    Wie kann diese Verschmähung aber sein, wo doch der stylische und bequeme Slipper eines der Aushängeschilder des kalifornischen Unternehmens ist? In der Pubertät kam fast keiner, egal ob Junge, Mädchen, Skater, Emo oder Punk, an meiner Schule ohne ein Paar Slip-Ons von Vans aus und auch ich besaß das Modell Checkerboard mit plakativen Kirschen. Charlotte Fassler schreibt dazu: "Maybe that’s because Vans never went anywhere to merit the need for a comeback. When Phoebe Philo stepped out to take her bow in a pair of Air Max 90s, she fed right into our 90s nostalgia  Remember those shoes? — and we craved their return in that moment. Vans, however, have long remained a solid staple; they’re comfortable, cheap, durable, easy to wear. And so low-key they’ve been cruising under the radar". Allerdings muss ich hier anmerken, dass, als Phoebe Philo ihre Furkenstocks für Céline präsentierte, wir alle wie verrückt zum Original von Birkenstock griffen. Wieso greifen ausgerechnet bei den übercoolen Slip-Ons aber die meisten lieber zu Billigmodellen von H&M oder Primark, anstatt zum Original? Ganz verstehen muss ich das nicht, denn hier bin ich ganz bei Fassler und denke, dass Vans einfach immer gehen. Man ist mit ihnen stets zeitlos, allein deshalb lohnt sich die Anschaffung. Dank Kilian Kerner, der seine Models im klassischen schwarzen Modell über den Berliner Laufsteg vor einer Woche schickte, schaffen es die originalen Slip-Ons, die Vans schon vor mehreren Dekaden auf den Markt brachte, aber vielleicht doch ins Bewusstsein der deutschen Modemädchen. We will see. Ich trage auf jeden Fall schon seit glücklichen neun Jahren Vans und dieses Frühjahr findet bestimmt das ikonische Modell Checkerboard ohne plakative Kirschen seinen Weg in meinen Schuhschrank.  

Kilian Kerner, Fall/Winter 2015/2016

Pictures from elle.de

Pictures from Le Fashion