Monday, November 17, 2014

Soul Food: Kürbis-Salbei-Gnocchi


Kennt ihr das? Ihr überlegt euch eine Überschrift für euren Post und dann kommt euch der Gedanke, ihr könntet das ja mal googlen, mal schauen, was da so für Treffer kommen? Eben jener Gedanke kam mir bei dem Begriff "Soul Food". Ich dachte, dies sei der perfekte Titel für mein Kürbis-Salbei-Gnocchi-Rezept, denn das Essen ist wirklich Balsam für die Seele und wärmt das Herz an kalten Novembertagen. Aber, Soul Food ist noch viel mehr und dank Wikipedia habe ich wieder an Wissen hinzugewonnen. 

"In den 1960er Jahren wurde Soul Food positiver Bestandteil der ethnischen Identität von Afroamerikanern in den Vereinigten Staaten und die ersten entsprechenden Restaurants wurden eröffnet. Das ist im Zusammenhang zu sehen mit der Bürgerrechtsbewegung von Martin Luther King in dieser Zeit, aber auch den Black Muslims und dem dadurch gestärkten Selbstbewusstsein dieser ethnischen Gruppe.

Aus einer Küche des Mangels entstanden, sind heute viele Gerichte fester Bestandteil der US-amerikanischen Küche und auch international beliebt, beispielsweise Spareribs oder Chicken Wings. Ursprünglich mussten sich die Afroamerikaner in den USA während der Sklaverei und in der Zeit danach meist mit minderwertigen oder billigen Lebensmitteln zufriedengeben, oder dem, was keine andere Verwendung fand, beispielsweise weniger beliebte Fleischteile wie Innereien, Schweinefüße und -ohren oder Hühnerflügel.

Typische Gewürze dieser Küche sind Cayennepfeffer, Muskatnuss, Piment, Zimt, Gewürznelken, Sesam, Safran, Thymian und Essig. Beliebte Gemüse sind neben Bohnen und Erbsen verschiedene Kohlsorten, Kürbis und Speiserüben; auch Zwiebeln finden häufig Verwendung."

Ein Widerstand der über den Gaumen führt - ein starkes und leckeres Zeichen, dass man sich so schnell nicht unterdrücken und vor allem unterkriegen lässt, egal wie schlimm die Umstände gerade sind. In diesem Kontext darf mein Rezept jetzt noch mehr gesehen werden, denn von Toleranz und Gleichberechtigung sind wir auch heute leider noch zu sehr entfernt. Lasst uns also genau dafür gemeinsam schlemmen und eine gute Portion herzwärmender Kürbis-Salbei-Gnocchis genießen :). Pluspunkt: das Rezept ist schnell, einfach und überdies sehr freundlich zu eurem Geldbeutel!

Ihr braucht:

- 1 Hokkaidokürbis
- 1 - 2 Pakete Gnocchi
- 250g Schafskäse
- frischer oder getrockneter Salbei
- Salz und Pfeffer


Für zwei Personen würfel ich das Fleisch eines halben Hokkaidokürbis' (die andere Hälfte lässt sich (ebenfalls) gewürfelt super einfrieren) und die 250 g Schafskäse. Danach erhitze ich einen Schuss Olivenöl in einer Pfanne und brate/dünste den Kürbis bei mittlerer Hitze bis er weich und leicht faserig ist. Parallel garen die Gnocchi in kochendem Salzwasser etwa 2 bis 3 Minuten. Meistens nehme ich für zwei Personen zwei Pakete Gnocchi, weil mir 500 g doch immer sehr wenig erscheinen. Falls es zuviel ist, hat man schon Essen für den nächsten Tag :).



Ist der Kürbis schön weich, würze ich ihn mit Salz, Pfeffer und Salbei. Hierbei schmeckt frischer Salbei natürlich am besten, getrockneter tut es aber auch. Anschließend gesellen sich die Gnocchi in der Pfanne dazu und alles wird kräftigt durchmischt und noch einmal mit Salz, Pfeffer und Salbei abgeschmeckt.  



Als krönender Abschluss wird jetzt der Schafskäse über die Gnocchi-Pfanne gestreut und kurz durchmengt. Fertig!  Guten Appetit :)

Sunday, November 9, 2014

Mannheim leuchtet!


Huhu, seid ihr noch da? Puuuh, ich dachte schon, ich hätte euch mit dem ersten Foto samt gefletschter Zähne verscheucht *muahaha. So ein breites Grinsen hatte ich zuletzt doch eher selten im Gesicht, aber seitdem die Bachelorarbeit abgegeben wurde und die Erschöpfungskrankheit fast überstanden ist, ist dies wohl mehr als angebracht. Jetzt brauche ich nur noch eine kleine Arbeit, um den nächsten Monat Kost und Logis zu bezahlen.
    Aaaaanyways, nachdem ich alter Serienjunkie nicht mehr wusste, was ich noch gucken soll, wandte ich mich wieder dem Mutterschiff aller Sitcoms zu und befinde mich aktuell in der dritten "Friends"-Staffel. Oh mein Gott habe ich diese Clique vermisst!! Von der fünften bis zur achten Klasse haben sie mich begleitet und waren einer der Gründe, warum ich immer in einer coolen Wohnung in New York City wohnen wollte. Nachdem ich allerdings das Vergnügen hatte vor mittlerweile fünf Jahren ganze dreizehn Monate im District of Columbia zu verweilen, aber einige Intermezzi mit der Stadt, die niemals schläft, feierte, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob das noch erstrebenswert ist. Eine nette Bleibe in Georgetown ist von meinem heutigen Standpunkt aus irgendwie ansprechender. Zudem sind die Menschen in Washington DC sehr (SEHR) viel netter und gelassener, als die Menschen up north in the big city.
    Mannheim, das zur Zeit so schön leuchtet wie sonst nur der Indian Summer in den USA, ist dem District irgendwie ähnlich. Oft im Schatten und gern unterschätzt, können die Menschen hier ganz sie selbst sein. Selten habe ich eine so lebendige Stadt in Deutschland gesehen, die auf gerade einmal knapp 300.000 Einwohner eine so unglaubliche, kulturelle Vielfalt bietet. Mannheim ist in dieser Beziehung irgendwie ein kleines Berlin, aber dadurch, dass keine Augen auf uns gerichtet sind, genau das, was Berlin gerne wäre - cool und authentisch.
    Nachdem ich in meiner doch eher platten münsterländischen Heimat stets der Paradiesvogel war und gar nicht schnell genug in die weite Welt hinausflattern konnte, um dem engstirnigen Denken zu entkommen, habe ich in Mannheim zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl wirklich heimisch zu sein. Sicherlich werde ich zukünftig noch öfter im Ausland leben und arbeiten, aber in Mannheim habe ich meine Mitte gefunden. 


Die Serie "Friends" hat mich übrigens auch wieder in die Mode der Neunzigerjahre verlieben lassen, was ich niemals für möglich gehalten hätte und als ich letztens diese kurze Latzhose bei Kleiderkreisel erblickte, musste ich sie einfach haben.
    Kombiniert habe ich sie très français aujourd'hui, mit einem lässigen Bretonshirt, schwarzen Ballerinas, Camel Coat und roten Lippen. Ich hoffe, es gefällt.  




Coat - Bershka (last seen here; similar)
Breton Shirt - H&M (similar)
Dungarees - Vintage via Kleiderkreisel
Bag - Vintage via Kleiderkreisel
Shoes - Bally (last seen here)

Monday, November 3, 2014

Happy Headless Monday


Dress - Aerie
Leggings - Ernsting's Family (similar)
Ballet Flats - Napapijri


Cardigan - Esprit
Belt - H&M (similar)
Boots - Pull&Bear (similar)


Blouse - Forever 21 (similar)
Jeans - Mavi (didn't find the correct same jeans in German online store)
Boots - Zalando Collection (similar)


Sweater - Ernsting's Family (similar)
Mom Jeans - H&M
Boots - Zalando Collection


Coat - H&M
Scarf - Tchibo
Pants - H&M
Pumps - H&M


Sweater - H&M
Skirt - Hema
Espadrilles - H&M


Blouse - No Name
Pants - H&M
Slip-Ons - Vans


Dress - Vintage
Belt - Mango
Pumps - H&M

Monday, October 27, 2014

Vom Suchen und Finden des perfekten schwarzen Mantels


Den perfekten schwarzen Mantel zu finden, ist in etwa so nervenaufreibend, wie die Suche nach dem perfekten weißen T-Shirt. Die Trefferquote liegt in etwa bei 5%, wenn man gezielt danach sucht, sinkt sie auf 0,00nix%. Niemals sollte man mit dem Vorwand losgehen, heute den perfekten Mantel, das perfekte T-Shirt oder die perfekte Jeans zu kaufen - der Schuss kann und wird nur nach hinten losgehen und endet häufig mit leeren Tüten und Händen. Als ich letztens jedoch in Istanbul war, hatte ich riesiges Glück, denn ich war zu Mavi gegangen, um die perfekte Buchse zu ergattern und tada, genau so kam es. Ansonsten gehe ich aber selten mit konkretem Plan shoppen (weil s.o.). Zu groß war oft die Enttäuschung. Das Schicksal meinte es allerdings gleich doppelt gut mit mir in letzter Zeit und so landete ich am vorletzten Wochenende noch einen absoluten Glücksgriff - dieses aber gänzlich ohne Vorhaben.
    Anlässlich des 85. Geburtstags meiner zauberhaften Großmutter bin ich in der münsterländischen Heimat Dülmen gewesen, um ein paar schöne Tage mit meiner Familie zu verbringen. Häufig erklärtes Shoppingziel von meiner Mama, meiner Schwester und mir ist dann natürlich Münster, die einfach einen bombastischen TK Maxx haben, aber genauso oft auch Coesfeld (in Lautschrift: Koosfeld), das nordwestlich von Dülmen liegt und im Gegensatz zu uns einen eigenen H&M besitzt - Frechheit! Ich wage zu behaupten, dass die meisten Dülmenerinnen (mich eingeschlossen, obwohl laut Perso mittlerweile Mannheimerin) seit nun mehr sieben Jahren immer noch einen gewissen Groll hegen, dass unser schönes Dülmen keinen H&M bekommen hat. Es sah eine gewisse Zeit stark danach aus... Jaja, die Lokalpolitik, so fahren wir eben nach Coesfeld, das auch sehr schön ist und wo ich nun eben jenen absolut genialen Mantel gefunden habe, den ihr auf den Fotos seht.
    Wirklich lange war ich schon auf der Suche nach einem solchen Teil, bin aber nie fündig geworden. Entweder passte die Form nicht oder das Material zog Fussel magisch an. Hier gezeigtes Modell ist hingegen absolut antistatisch, kann elegant um die Schultern geworfen werden, sitzt wie eine zweite Haut und war von 60€ auf FÜNFZEHN Euronen heruntergesetzt. Na, das nenn ich wirklich mal Schicksal. Wurde selbstverständlich sofocht eingetütet und an Omas Geburtstag ausgeführt!


Coat - H&M (im Moment 20% rabattiert)
Shirt - American Apparel via Kleiderkreisel
Pants - H&M (similar)
Bag - Mango (similar; similar)
Boots - Zalando Collection (similar)

Friday, October 24, 2014

The Streets of Galata



Isyankar from jan on Vimeo.

Merhaba canlarım,
lange habe ich euch nicht mehr auf Türkisch begrüßt, als ich aber zufällig diese Fotos auf meiner Festplatte gefunden wiederentdeckt habe, hatte ich wohl keine andere Wahl. Sie stammen noch aus meinem Erasmus Semester, welches ich von August 2013 bis Januar 2014 zwischen Orient und Okzident verbrachte. Es ist kaum zehn Monate her, aber in Deutschland wieder eingelebt, habe ich mich noch lange nicht. Zu sehr vermisse ich den Geruch von frischem Simit, den Duft von Çay, den Geschmack von Pide, einen ordentlichen Kahvaltı Tabağı bei Mutfak in Hisarüstü, die engen Gassen von Galata, das Vapur, das mich nach Kadıköy rüberschippert, und, hach, selbstverständlich auch den schrecklichsten Straßenverkehr, den man sich vorstellen kann. 
    Ende September wurde das Heimweh schließlich zu groß und so packte ich schnell meine sieben Sachen, um meiner geliebten Stadt einen kurzen Besuch abzustatten. Ein freudiges Wiedersehen war das, so freudig, dass ich nun deprimierter als vorher bin. Zur Zeit kann ich Deutschland wenig abgewinnen, obwohl die Türkei sehr viel mehr Probleme hat als wir. Probleme, die man sich hier gar nicht vorstellen kann, über die aber trotzdem vorschnell geurteilt wird. Ich heiße auch weiß Gott nicht alles gut, was aktuell passiert, aber in Deutschland kommt man schnell mit dem erhobenen Zeigefinger und fällt eiligst sein Urteil. Das missfällt mir, bzw. missfiel mir schon immer. Bevor ich aber in zu weite Felder abdrifte und mich noch in Rage rede, was ich in letzter Zeit ständig tu, wende ich mich lieber wieder meinen zauberhaften Fotos zu, die so wohlige Erinnerungen in mir auslösen. Entstanden sind sie im Januar 2014 und ich hatte gerade hohen Besuch von meiner bildhübschen Freundin Larissa, die ein gleichgesinnter Weltenbummler ist. Zusammen streiften wir durch die magischen Gässchen von Galata und ließen uns verzaubern. Gestohlen wurde unser Herz dabei von einem ganz besonderen Kerlchen.

    Die passende musikalische Untermalung bietet Mustafa Sandal. In diesem Sinne Iyi geceler




Monday, October 20, 2014

Schwarz zu Blau


Jede Saison aufs Neue sagen uns die modischen Bibeln, wo's kleidungstechnisch langgeht. Das kommt, das bleibt, das kann weg. Vogue, Glamour, In Style... sie alle unterscheiden sich in dieser Hinsicht nur minimal, wenn überhaupt. Doch was inspirieren soll, kommt oft eher wie ein Diktat daher. Du musst, du darfst nicht und überhaupt. Vielleicht sehe ich das alles sehr streng, aber ich muss zugeben, dass dieses Treiben schon immer eine gewisse Skepsis in mir ausgelöst hat - denn was in der neuen Saison schlussendlich meinen Leib ziert, entscheide doch in aller erster Linie immer noch ich selber.
   Die Brigitte hat mich in dieser Hinsicht kürzlich sehr amüsiert, denn in ihrer "Das kommt, das bleibt"-Modestrecke kam sie wahrlich Fashion Forward daher. Das kommt: Strick, Overknees, Leoprint; Das bleibt: Leder, Mäntel... Was soll man dazu sagen? Vielleicht Alle Jahre wieder? The same procedure as every year? Denn mal ehrlich - Strick kommt? Krass, dann bin ich wohl mein ganzes Leben schon ein Trendsetter, denn Strick trage ich ausnahmslos jeden Winter! - und dann das: Mäntel bleiben! Na, Gott sei Dank, ich hatte schon Angst, ich müsste erfrieren...
    Eine Sache hat mich dann aber doch aufhorchen lassen. Im baldigen Winter tragen wir Schwarz zu Blau oder wahlweise auch Blau zu Schwarz! Ist das nicht verboten, sagt da der erhobene Modezeigefinger? Hach was soll's, die Mode an sich hat sich schließlich schon lange von jedweden Regeln freigemacht. Die Transformation zurück in Konventionen obliegt den Modezeitschriften. Der ewige Kreislauf, ob sie uns wohl jemals ins Fashion-Nirwana entlassen? Halt stop, ich schweife ab! Wo war ich noch mal stehen geblieben? Richtig, Schwarz zu Blau. Fand ich tatsächlich schon immer sehr, sehr elegant. Besonders tiefstes Mitternachtsblau zu Schwarz - dieser Gedanke fühlt sich irgendwie samtig an. Zu samtig, um nicht ausprobiert zu werden. Allerdings würde ich gerne vom Samt abweichen und für meinen Selbstversuch zu zarter Spitze greifen. Das perfekte Stück habe ich hierfür bei Sister Surprise gefunden - einen wirklich traumhaften Body von Ashley Brooke. Dieser steht auch gleich noch für einen weiteren Trend, den ich einfach mal Unterwäsche im Alltag taufe. Ich weiß, ich weiß, das klingt platt und Unterwäsche trägt man natürlich jeden Tag, aber die Designer haben uns gezeigt, dass man das auch gut sichtbar machen darf. Feine Negligés werden zu derbem Strick kombiniert und zarte Bodies zur Jeans. Somit wären wir zwar wieder beim Diktat, aber mir gefällt's. Begleitet wird das schöne Teil von schwarzen High Waist Jeans und meinen absoluten Schuhschrank-Dauerbrennern, schwarze Cowboy Stiefeletten. Spätestens seit der viel beachteten Métiers d'Arts-Kollektion von Chanel im vergangenen Herbst ein absolut heißes Eisen.
   Für mich stellt das Outfit den perfekt Mix zwischen klassisch elegant und rockig cool dar. Was meint ihr?



Body* - Ashley Brooke via Sister Surprise
Denim Jacket - American Eagle Outfitters
Pants - H&M
Shoes - Zalando Collection